Mieterbund warnt vor "Energiearmut"


(Quelle: t-online.de, 01.12.2011) Sind angenehme Temperaturen in den eigenen vier Wänden in diesem Winter nur noch für gut betuchte Bürger erschwinglich? Wegen der stark gestiegenen Öl- und Gaspreise droht nach Angaben des Deutschen Mieterbundes hierzulande eine "Energiearmut". Lesen Sie, mit welchen Aufschlägen Sie rechnen müssen.


Viele Menschen könnten sich die warme Wohnung mit 22 Grad nicht mehr leisten, erklärte Mieterbund-Sprecher Ulrich Ropertz der "Bild". Die Preissteigerungen bei Öl, Gas oder Fernwärme seien kaum noch zu verkraften. "Es droht Energie-Armut", sagte Ropertz.

 

Enorme Preissteigerungen vor allem beim Heizöl

Mieterhaushalte müssen dem Verband zufolge im Schnitt etwa ein Drittel ihres Nettoeinkommens für Miete und Heizkosten aufwenden, einkommensschwächere Haushalte oft sogar 40 Prozent oder mehr. Heizöl ist im Vergleich zum vergangenen Herbst um 25 Prozent teurer geworden. Gas wurde im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent teurer, Fernwärme um sieben Prozent.

 

Eine vierköpfige Familie, die in einer mit Öl beheizten, 100 Quadratmeter großen Wohnung lebt, muss laut Mieterbund in diesem Jahr 304 Euro mehr zahlen. Würde sie mit Gas oder Fernwärme heizen, müsste sie rund 90 Euro mehr bezahlen. Bei einer mit Öl beheizten, 70 Quadratmeter großen Wohnung bedeutet dies im Schnitt 213 Euro an Mehrkosten im Jahr. Für einen Zwei- bis Dreipersonenhaushalt, der mit Gas oder Fernwärme heizt, fallen im Jahr gut 60 Euro mehr an.